Getestet: Basefit.ch – Wir sind Fitness.


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Howdy Fitness-Family

Ich war wieder fleissig auf der Suche nach motivierenden Trainings-Möglichkeiten.

Wer kennt sie nicht, die Verlockung, in einem Fitness-Center völlig wetter- und zeitunabhängig trainieren zu können? Und wer kennt sie nicht, die Motivation der ersten Wochen? Und wer kennt sie nicht, die Scham darüber, das Training schon nach wenigen Wochen wieder abgebrochen und eine schöne Stange Geld in den Sand gesetzt zu haben? Tja, wir sind uns wohl einig, wir haben so vieles gemeinsam!

Doch was steckt dahinter, warum brechen wir immer wieder ab?

In den letzten Monaten, viele Jahre nach Ablauf meines letzten ungenutzten Fitness-Center-Abos, habe ich öfters ernsthaft darüber nachgedacht, wieder in einem Fitness-Center zu trainieren. Oder zumindest wieder einmal ein Abo abzuschliessen. Da direkt neben meinem Büro ein kleines, etwas angejahrtes Fitness-Center steht, habe ich mich entschlossen, dieses und weitere, modernere Fitness-Center in der näheren Umgebung zu testen.

Basefit.ch – Wir sind Fitness.
Vor wenigen Tagen ist mir auf einem Newsportal ein Werbebanner einer Fitness-Center-Neueröffnung ins Auge gesprungen. Beim Anbieter Basefit.ch handelt es sich um eine Kette, die in der Schweiz am Expandieren ist, die mit 10 Gratis-Trainings und mit Kampfpreisen (Jahres-Abo ab Fr. 555.00 bzw. Fr. 399.50 bei 2-Jahres-Abo) lockt. Klingt irgendwie unschweizerisch. Klingt irgendwie deutsch.

Der Jahres-Abo-Preis von Fr. 555.00 entspricht im Schnellvergleich der Jahresabo-Preise in der Schweiz ungefähr 50% des Durchschnitts-Preises. Fr. 399.50 demzufolge ca. 35%. Grund genug, genauer hinzuschauen.

Die Website:
Die Website ist schlicht und modern gestaltet. Unauffällig und reduziert, wie jede neuere Website. Alles in Schwarz/Grau/Rot/Weiss. Sehr cool. Benutzerfreundlich und übersichtlich zum vertikal scrollen. Stockfotografie von Muskelbergen, Sixpacks und hübschen Mädchen beim Stretching. Die Bilder kommen mir gleich bekannt vor. Das Marketing-Department hat wohl den gleichen Geschmack wie ich, wenn es um Stockfotografie geht. Ich finde auch gleich den Button, um ein Abo abzuschliessen.

Aktuell gibt es 10 Clubs in der Deutsch-Schweiz, alle von Zürich her nordwärts gelegen.

Die Clubs wirken riesig und modern ausgestattet.

Schaut gut aus. Da schau ich mal vorbei.

Und los geht’s:
Nachdem ich mich telefonisch sehr kurzfristig („Ich bin in ca. 30 Minuten da.“) im Club in Zürich für ein Probetraining ohne Coach angemeldet habe, machte ich mich auf den Weg. Ein Probetraining mit einem Personal-Trainer sollte min. 48 Std. im Voraus gebucht werden.

Perfekt! Ich habe gleich vor dem Eingang einen Parkplatz. Nicht dass ich mich noch gross bewegen müsste, um ins Gym zu gelangen! 😉

Das Gym ist ein einem Geschäftsgebäude, im vierten Stock, eingemietet. Unten ein riesiges BMW-Center, nebenan eine Werbeagentur. Auch das perfekt, dann kann ich meinen BMW i8 in die Garage bringen und die Wartezeit im Gym verbringen. (Kleiner Spass. Ich kann mir keinen BMW i8 leisten.)

Einmal beim Lift drücken und warten. Und warten. Und kurz nachschauen: Jawohl, das Gym ist im vierten Stock. Gut. Ich drück nochmals und warte. Nichts passiert.

Vier Hipster kommen rein und steuern direkt auf die Treppe zu. Oje, die müssen von der Werbeagentur sein, die sich auch im vierten Stock, gleich neben dem Gym befindet. Also nichts gewesen mit entspannt ins Gym gelangen. Ich kämpfe mich mit den Hipstern die Stufen hoch.

Oben angelangt betrete ich das moderne, lichtdurchflutete Gym. Das Corporate Design wurde auch in der Gym-Gestaltung konsequent umgesetzt. Alles ist in Schwarz/Grau/Rot/Weiss gehalten. Sehr chic! Vier uniformierte, junge und sehr freundliche Mitarbeitende empfangen mich.

Man duzt sich. Warum ich das erwähne? Ich weiss es nicht. Aus unerklärlichen Gründen habe ich mich darüber gewundert. Normalerweise bestehe ich darauf, geduzt zu werden und lege auch keinen Wert darauf, gesiezt zu werden. Es ist wohl ein Zeichen meines fortschreitenden Alters.

Der freundliche Mitarbeiter gibt mir eine Schnellabreibung und überreicht mir ein Schlösschen für das Schliessfach. Das Gym kundschafte ich anschliessend selbst aus.

Erster Eindruck:
Da steh ich nun, allein auf weiter Flur, in dem riesigen Gym. Weiter hinten ein paar Leute auf den Laufbändern. Zwei/drei junge Männer in den Maschinen. Zwei ältere Damen trainieren zufrieden auf Crosstrainern. Ein tätowierter Bodybuilder mit Rauschebart (Hipster!) unterhält ein Grüppchen junger Damen.

Alles wirkt sehr friedlich, alles ist sehr modern, sehr sauber, lichtdurchflutet und der Ausblick über die Stadt Zürich aus dem rundum-verglasten Fitness-Center lässt mich denken, ich sei ein Wall Street Hero, der irgendwo über den Dächern von New York zu seinem After-Lunch-Workout antritt.

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Nebenan der Cyber-Trainings-Bereich. In dem grosszügigen, schön ausgestatteten, abgetrennten Bereich stehen Crosstrainer um einen Grossbildschirm herum angeordnet. Hier kann man mit einem virtuellen Coach trainieren.

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So sieht also ein Billig-Fitness-Center aus? Ich frage mich, was bei den Premium-Gyms noch besser sein könnte. Basefit.ch unterscheidet sich ganz massgeblich von den vielen kleinen, etwas angestaubten Fitness-Centern in der Schweiz. Ganz spontan fühle ich, hier gefällt’s mir sehr gut.

Das Training:
Ich kann mich erinnern, dass ich bei meinem letzten Fitness-Center-Besuch (vor 20 Jahren?) erstmal 20 Minuten auf dem Ergometer am Aufwärmen war.

Ich setze mich auf einen der unzähligen freien Ergometer. Hm. Wo ist denn hier der Power-Knopf? Wie stellt man die Dinger an? Hm. Der ist wohl defekt. Ich wechsle auf einen der vielen Liege-Ergometer etwas weiter hinten. Ebenfalls kein Power-Knopf. Ich frage einen der anwesenden Mitarbeiter. Unter maximaler Scham nehme ich zur Kenntnis, dass man einfach losstrampeln muss und die Geräte dadurch unter Strom versetzt werden. Ah ja, stimmt ja…

Wir stellen auf Stufe 5 (von 10) und ich wähle 10 Minuten. Das muss reichen. Die Zeit vergeht, der Schweiss rinnt und ich geniesse den Ausblick über Zürich und beobachte die kleinen Ameisen-Menschlein auf der Strasse und die Autos, die sich durch Zürich schlängeln. Die Sonne scheint und die Blätter an den Bäumen vor dem Fenster wiegeln sanft im Wind. Ich fühle mich sehr wohl hier.

Nach dem Aufwärmen geht’s weiter zum Zirkel-Training. In dem geräumigen Gym sind mehrere Zirkel parallel aufgestellt. Ich finde mich auch in den Geräten sehr schnell zurecht und finde ein angemessenes Belastungslevel. Bei 35 kg Belastung kann ich die Geräte gut bedienen, ohne mich zu verletzen.

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Da ich etwas schneller vorankomme als ein anderer Gym-Besucher, erfreue ich mich besonders der Möglichkeit, mein Training einfach im Zirkel nebenan fortsetzen zu können. Dank der vielen Geräte entstehen keine Wartezeiten. Man kann immer ohne Unterbrechung trainieren.

Nach 1 Std. und 11 Minuten bin ich fertig. Ich fühle mich spitze. Sehr energetisch, aufgepumpt, keineswegs erschöpft. Ich habe wenig geschwitzt und könnte noch Stunden weitertrainieren.

Aber irgendwann ist gut. Jetzt ab unter die Dusche und zurück an den Schreibtisch.

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Die Dusche:
Die Dusche ist einer der Punkte, bei welchen Kosten gespart werden. Duschen kostet Fr. 0.50 für 3 Minuten. Da ich nur einen Einfränkler in der Brieftasche habe, gönne ich mir 6 Minuten Dusch-Spass.

Als die Dusche aufdrehte, war der Spass auch schon wieder vorbei. Wie mir scheint, fliesst das Wasser streng reguliert aus der Brause und ich kriege Angst, dass ich das wenige Shampoo gar nicht mehr aus meinen Haar-Stoppeln spülen kann. Ganz zu schweigen von all den anderen schaumigen Körperstellen.

Ich habe Verständnis für die Wasser-Regulierung. Wer so günstig in einem so schönen Gym trainieren will, darf man am Ende nicht noch stundenlang unter der heissen Dusche stehen. Mein Verschwitztheits-Grad hätte es ohnehin zugelassen, in den Trainings-Klamotten ins Auto zu sitzen und zu Hause in Ruhe zu duschen. Ohne Zeitlimit.

Website: http://www.basefit.eu

Meine Meinung zum Basefit.ch Fitness-Center in Zürich:

Pro:
– Top-Preis
– Top-Ausstattung (qualitativ und quantitativ)
– Sehr schöne Location
– Unzählige Trainingsmöglichkeiten (Geräte und Freihanteln)
– Sehr freundliches Personal

Contra:
– Lage (Nur in der Stadt Zürich oder in der nördlichen Agglomeration. Der Süden wartet!)

Fazit:
Das Basefit.ch Fitness-Center in Zürich ist meines Erachtens ein Top-Fitness-Center. Die schöne Location und das freundliche Personal bieten ein sehr motivierendes Trainings-Umfeld.

Der Preis steht absolut ausser Konkurrenz.

Dank der grosszügigen Räumlichkeiten und der unzähligen Geräte entstehen keine Wartezeiten und man muss sich nicht fürchten, mit Nachbars Schweisströpfchen bespritzt zu werden.

In Sachen Fitness-Center ist Basefit.ch mein persönlicher Favorit. Ich habe sehr lange nicht mehr in einem Fitness-Center trainiert. Nach dem Probetraining war ich echt gewillt, ein Jahres-Abo abzuschliessen. Da sich das Fitness-Center zu weit von meinem Wohnort befindet und ich meine Frau und meine Kinder nicht zu lange alleine lassen will, werde ich vorerst noch kein Abo abschliessen.

Lass mich wissen, welches Fitness-Center dir am besten gefällt. Welche Erfahrungen hast du mit deinem Fitness-Center gemacht?

Get your ass up!

Euer Malick

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Julia Ledermann sagt:

    !!!!!!!!Nicht zu empfehlen!!!!!!!!
    Billige Geräte, nicht geschultes Personal, zuviele Leute, es stinkt, Geräte monatelang defekt……es lohnt sich auf keinen Fall, vorallem nicht für Anfänger, bei der schlechten Geräte Qualität kann man sich bleibende Schäden zufügen…….lieber ein bisschen mehr bezahlen.
    Basefit hat meine Handynummer an Swica weitergegeben, obwohl ich seit Monaten nicht mehr Mitglied bin, schweinerei!!!!!!
    Das Studio müsste mal verbieten……

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Julia
      Vielen Dank für deinen Hinweis.
      In welchem Basefit Gym hast du diese schlechte Erfahrung gemacht?
      Liebe Grüsse
      Malick

      Gefällt 1 Person

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