Nuoler Abendlauf 2016


Howdy FitFam

Am Freitag, 17.06.2016 war ich den ganzen Tag im Zappelphilipp-Modus. Vor meinem ersten Rennen im Jahr 2016 war ich schrecklich aufgeregt und die ganze Organisiererei wollte einfach kein Ende nehmen.

Ich hatte schrecklich viel Arbeit, zum Mittag war ich mit ehemaligen Arbeitskollegen verabredet. (Es gab Wiener Schnitzel mit Pommes Frites!) Danach musste ich nach Hause zum packen, wieder ins Büro weiterarbeiten, danach möglichst noch vor 17.00 Uhr einkaufen, anschliessend meine süssen, kleinen Kinderchen aus der KiTa abholen, express nach Hause bringen, Nachtessen bereitstellen und hoffen, dass Schatzilein auch früh genug zu Hause ist, dass wir nach 30 Minuten Autofahrt (ohne Staus!) noch vor 19.00 Uhr in Nuolen ankommen.

Worst Case Szenario? Es hätte nur ein einziges Glied in der Kette nicht halten müssen und der ganze Spass wäre in die Hose gegangen.

Doch die Götter waren mir wohlgesonnen. Alles hat perfekt funktioniert. Generalstabsmässige Planung, Perfekte Umsetzung.

Wir trafen noch vor 19.00 Uhr in Nuolen, sodass ich genügend Zeit hatte, mich physisch und mental aufzuwärmen.

Einziger Knackpunkt war mein gut gefüllter Magen. Der Alte konnte sich ja nicht mit einem leichten Snack begnügen und musste dicke Butterbrote mit Salami, Schokoladejoghurt und Bananen in sich reinstopfen, aus Angst er könnte auf der Strecke verhungern.

Die Stimmung war fantastisch, das Wetter ebenso. Schon am Nachmittag öffnete sich der Himmel und bot spektakuläre Wolkenformationen und ein angenehmes Klima.

Diesmal stand ich vorne ein…

Der Startschuss
Pünktlich um 19.30 Uhr knallte der Startschuss.

*BÄÄÄMMM!!!!!*

Die ersten Läufer stürmten vorne weg. Mit 3:40 Min./KM ging es zügig los, der Bruggholzstrasse entlang Richtung See.

Das Tempo war sehr hoch und das Feld zog sich schnell in die Länge. Während die schnellsten Läufer schon nach den ersten Kilometern hinter dem Horizont verschwunden zu sein schienen, verabschiedeten sich die langsameren Läufer in entgegengesetzer Richtung. Ich lief konstant hinter einen etwa gleich starken Mann her und spürte, dass mir ein anderer, etwas jüngerer Läufer im Nacken hängt.

Ich fühlte mich träge und schwerfällig und wusste nicht, ob ich das hohe Tempo lange halten kann. Meine Polar V800 meinte es nicht gut mit mir, als sie mir aufzeigte, dass ich erst etwas mehr als einen Kilometer hinter mich gebracht hatte. Ich war überfressen und hätte vielleicht eine etwas längere Ruhephase vor dem Lauf einplanen müssen. Meine Beine fühlten sich lahm an und versprachen von Anfang an keine Meisterleistung zu erbringen.

 

Flugplatz Wangen-Lachen
Flugplatz Wangen-Lachen

 

Beim Flugplatz Wangen-Lachen überholte mich der Jungspund. Ich liess es mir nicht nahe gehen. Der Weg war noch lang und ich wusste, dass uns nach 9.6 KM ein harter Aufstieg erwarten würde. Ich kannte den Aufstieg und spekulierte darauf, dass ein paar Läufer vielleicht nicht wussten, was sie erwarten würde. Ich war mir sicher, dass ich gut vorbereitet war und dass ich am Hang sogar noch ein paar Plätze aufholen konnte…

Anders als bei meinem Trainingslauf vor Ort war diesmal das grosse Tor bei der Kläranlage offen und wir wurden durch die Kläranlage, vorbei an den Klärbecken, geleitet.

Alleine auf weiter Flur
Im weiteren Rennverlauf war ich fast völlig alleine unterwegs. Etwa 100 Meter vor mir lief der Jüngling. Weiter vorne oder hinter mir war kaum mehr jemand zu sehen. Ich war wohl der langsame unter den Schnellsten. Der Letzte der Ersten.

Nach etwa 5.5 KM spürte ich, dass der Jüngling zu schwächeln begann. Nach wechselhaftem Untergrund (Asphalt, Holzschnitzel, Kunstrasen, Kies und wieder Asphalt), ersten leichten Anstiegen und engen Kurven fiel der Jüngling immer mehr zurück und in den engen Kurven bei KM 6 packte ich meine Chance und überholte. Der Jüngling brach sogleich ein, begehrte auch nicht gegen mein Vorbeiziehen auf und war kurze Zeit später nicht mehr zu sehen.

Am Hang
Nach 9.6 KM war ich unten an der Büelgasse angelangt. Nun folgte ein langer, beschwerlicher Aufstieg bis zum Golfplatz Nuolen.

Ich kämpfte mich erschöpft den steilen Hang hoch. Die Sonne brannte auf mein Haupt nieder und ich überlegte mir, ob es nicht besser wäre zu gehen. Doch ich fürchtete, dass ich danach nie mehr in die Gänge kommen würde. So drückte ich meine schweren Beine in den Asphalt und stemmte mich Schritt für Schritt die Büelgasse hoch.

Zu allem Übel zog auch noch ein junger Läufer mit kräftigen Oberschenkeln an mir vorbei, unterstützt durch die „Hopp Silvan!“-Rufe der Zuschauer. Offenbar ein ortsansässiger, erfahrener Läufer. Ich konnte ihm nichts entgegensetzen und lief, den Tränen nahe, einfach weiter.

Nach dem steilen Anstieg folgte ein ebenso steiler Abstieg, die Büeltalstrasse hinunter in Richtung Nuolen.

Meine Beine waren nun hart wie Felsen und ich konnte sie kaum biegen. Ich konzentrierte mich auf meine Atmung und versuchte meine Muskeln zu entspannen.

Silvan kämpfte offensichtlich mit dem selben Problem. Ich realisierte rasch, dass seine kräftigen Oberschenkel nun eher eine Last als ein Vorteil darstellten.

Meine Muskeln entspannten sich und ich konnte nach ca. 45 Sekunden Entspannungsphase auf bis zu 3:00 Min./KM beschleunigen.

In der Ebene und beim Zieleinlauf konnte ich das Tempo zwischen 3:22 und 4:19 Min./KM halten. Silvan konnte nicht mehr aufholen.

Insgesamt war ich 50 Min. 13.8 Sek. unterwegs.

Ergebnisse:
Ranking: 9. Platz
Offizielle Zeit: 0:50:13.8
(Die Differenz zu der Zeitmessung meiner Polar V800 kommt daher, dass ich im Ziel vergessen habe meine Zeit zu stoppen.)
Zurückgelegte Distanz: 11.80 KM
Pace: 4:26 Min./KM
Höhenmeter: 90 Meter
Durchschnittliche HF: 182 BPM (+9)
Maximale HF: 192 BPM
Verbrannte Kalorien: 966 KCAL

Running Index: 52 (+2)

 

Nuoler Abendlauf 160617

 

Trotz meiner schlechten Verfassung konnte ich ein gutes Tempo aufrechthalten. Im Vergleich zu meinem Testlauf vom Samstag, 11.06.2016 konnte ich meine Pace um 0:46 Min./KM verbessern. Der Wettkampf-Effekt ist also nicht zu unterschätzen.

Equipment:
Gadgets: Polar V800
Schuhe: On Running Cloudsurfer
Kleidung/Equipment: Skins A400 Men’s Top Short Sleeves, Skins Calf Tights, Nike Dryfit Short Tights,

Mein Bewegungs-Tagesziel war damit  zu 318% erreicht.

Hier kannst du mein Workout nacherleben: https://flow.polar.com/training/relive/649451126

 

Nuoler Abendlauf 2016: Abendstimmung
Nuoler Abendlauf 2016: Abendstimmung

 

Der Nuoler Abenlauf 2016 war ein super Erlebnis. Die Landschaft ist wunderschön und die Stimmung unter den Läufern war fantastisch.

Beim nächsten Nuoler Abendlauf bin ich sicher wieder dabei. Zuvor werde ich aber noch etwas an der Büelgasse trainieren gehen. 😉

 

20160618_143046

Get your ass up!

Euer Malick

 

Weblink: www.nuoler-abendlauf.ch

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Jose B Bueno sagt:

    Hallo Malick,

    Glückwunsch zu der super Leistung. Der Bericht liest sich großartig!

    Viele Grüße

    José

    Gefällt 1 Person

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